CORONAINFORMATION

Infektion mit dem Coronarvirus =COVID-19

 

Pandemie lt. WHO von 11.3.2020 bis 2023.

 

Allgemeines:

  • Die Infektion (COVID-19) ist eine Atemwegsinfektion mit Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Husten, Schnupfen,  Geruchs- und Geschmackstörungen, Erschöpfung  und Atembeschwerden,  Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Meistens erfolgt die  Infektion über Tröpfchen. Bei schweren Verläufen kann es zu Lungenentzündungen und Atem- oder Nierenversagen und Sepsis (Blutvergiftung) kommen. Besonders bei älteren Menschen ab 60 und Vorerkrankten (schlecht eingestellter Diabetes und Bluthochdruck, chronische Lungenerkrankungen wie COPD, Adipositas,  Herzerkrankungen, Rauchern, akuten Krebserkrankungen, Immunschwächeerkrankungen, Einnahme von immunregulierenden Medikamenten) und bei Schwangeren nimmt die Erkrankung deutlich häufiger einen schweren Verlauf. Die Coronaimpfungen oder vorangegangene Covid Erkrankungen verhindern meist schwere Verläufe. Jährliche Auffrischungsimpfungen im Herbst/Winter sind besonders für Risikopatienten, älteren Personen und jedem, der sich schützen möchte empfohlen.


Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung schützen?

 

  • Lassen Sie sich impfen
  • Tragen Sie Mundnasenschutzmaske besser eine FFP2 Maske bei Kontakt mit Erkrankten.
  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Bedecken Sie Mund und Nase mit einem Papiertaschentuch (nicht mit den Händen), wenn Sie husten oder niesen oder husten Sie in die Ellenbeuge
  • Entsorgen Sie das Papiertaschentuch umgehend und waschen Sie danach Ihre Hände
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu kranken Menschen, kein Händeschütteln 
  • 2m Abstand zu anderen halten. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Menschenansammlungen.
  • Lüften Sie geschlossene Räume regelmäßig und halten Sie sich viel im Freien auf.

Coronamedikament:

 

Das COVID-19-Medikamente Paxlovid kann - bei frühzeitiger Einnahme (5 Tage ab Infektionsbeginn) - eine schwere Erkrankung und damit eine Spitalsbehandlung verhindern. Es ist vor allem für Personen ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen (zum Beispiel chronische Erkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck, geschwächtes Immunsystem) empfohlen. Leider bestehen bei Einnahme mancher anderer Medikamente Wechselwirkungen und auch Kontraindikationen für Paxlovid. 

 Weitere Informationen: https://www.sozialministerium.at/Corona/Medikamente.html

 Coronaimpfungen:

Derzeit wird vor allem der jährlich angepasste Coronaimpfstoff  Comirnaty (mRNA) verwendet. Weitere Auffrischungsimpfungen besonders ab dem nächsten Herbst sind vor allem für Personen ab 60 Jahren und für Risikopatienten empfohlen.

 

 

Ab Herbst wird eine Auffrischungsimpfung mit dem aktuellen Omicronimpfstoff für Risikopatienten und Personen ab 60 Jahren empfohlen. Jeder ab 12 Jahren, der sich schützen möchte, kann eine Auffrischungsimpfung erhalten. Der Abstand zu einer Vorimpfung oder Genesung sollte 6-12 Monate betragen.

 

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen der Impfung sind zu erwarten?

Wie bei allen Impfstoffen gibt es auch bei den Coronaimpfstoffen Impfreaktionen. Als häufige Impfreaktion treten leichte lokale Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der Impfstelle auf. Ebenso werden manchmal Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Muskel-oder Kopfschmerzen oder ein „grippiges Gefühl“ verzeichnet. Diese Zeichen einer Reaktion des Immunsystems auf eine Impfung treten vermehrt bei Jüngeren auf und klingen nach einigen Tagen wieder ab. Bei Bedarf kann man Paracetamol ( Mexalen) einnehmen. Extrem selten treten allergische Reaktionen auf die Impfung auf (11 von 1.000.000bei Biontech/Pfizer). Besonders bei schweren Allergikern, die bereits schwere allergische Reaktionen hinter sich haben und bei einer Allergie gegen Inhaltsstoffe des Impfstoffes (auf Polyethylenglykol -Macrogol) ist Vorsicht geboten. Häufige auftretende Pollenallergien, Hausstaubmilbenallergien und Allergien gegen einzelne Medikamente sind kein Grund, auf die Impfung zu verzichten. 

Bei den mRNA Impfstoffen kann es in sehr seltenen Fällen (besonders bei jungen Männern) innerhalb von 2 Wochen nach Impfung zu einer Myocarditis (Herzmuskelentzündung) kommen, die in der Regel ohne Schaden abheilt. Deshalb ist es wichtig sich besonders in den ersten Tagen nach einer Impfung körperlich zu schonen.

 

Wer soll nicht geimpft werden?

Es bestehen verschiedene Altersbeschränkungen für Kinder und Jungendliche. Auch bei Menschen, bei denen eine Allergie gegen Polyethylenglykol (ist in vielen Kosmetika, Abführmitteln, Weichmachern, ect.  enthalten)  bekannt ist oder in der Vergangenheit bereits schwerste allergische Reaktionen- besonders auf Coronaimpfungen- aufgetreten sind, die mit Adrenalin behandelt werden mussten, ist eine Impfung unter höchster Vorsicht empfohlen beziehungsweise ein anderer Impfstoff für weitere Impfungen zu verwenden. Wenn Medikamente eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken, soll mit dem behandelnden Arzt der ideale Impfzeitpunkt besprochen werden um ein höchstmögliches Ansprechen auf die Impfung zu gewährleisten.

 

Sind die Impfstoffe sicher? Gibt es Langzeitfolgen?

Da alle zugelassenen Impfstoffe strenge Zulassungskriterien erfüllen müssen, kann man davon ausgehen, dass die Impfstoffe sicher sind.  Die Zulassungsstudien mussten korrekt durchgeführt werden und wurden von hochrangigen Wissenschaftlern streng geprüft. Auch wurden die Studien mit besonders vielen Probanden durchgeführt. Dass im Vergleich zu früheren Impfstoffentwicklungen sehr schnell neue Impfstoffe zur Verfügung standen, ist dem Umstand zu verdanken, dass besonders hohe Geldmittel für die Entwicklung zur Verfügung stehen, dass sich sehr viele freiwillige Studienteilnehmer zur Verfügung gestellt haben, dass die Krankheit in der ganzen Welt eine hohe Verbreitung zeigt und daher die Wirksamkeit der Impfung rasch nachgewiesen werden konnte und dass die bürokratischen Prozesse deutlich beschleunigt wurden. Ob es Langzeitfolgen der Impfungen geben wird, ist derzeit natürlich noch nicht voraussehbar-wie man von anderen langbekannten Impfstoffen weiß, sind diese aber extrem selten. Es ist aber bekannt, dass nahezu alle Impfnebenwirkungen sofort oder innerhalb der ersten 6 Wochen auftreten. 

 

Bei den mRNA Impfstoffen (häufiger beim Moderna Impfstoff) kann es in sehr seltenen Fällen (besonders bei jungen Männern) innerhalb von 2 Wochen nach Impfung zu einer Myocarditis (Herzmuskelentzündung) kommen, die in der Regel ohne Schaden abheilt. Symptome einer Myocarditis sind anhaltende Brustschmerzen, Leistungsminderung, Atemnot bei Anstrengung und Rhythmusstörungen. Die Abklärung erfolgt mittels Laborbestimmung, EKG und bei dringendem Verdacht mittels Herzultraschall. Die Therapie ist bei den meist leichten Fällen körperliche Schonung.

Nachdem Impfstoffe weltweit bereits großflächig eingesetzt werden und bereits  mehrere Milliarden Menschen geimpft wurden, gibt es schon viel Erfahrung, auch mit der Diagnostik und Behandlung von sehr seltenen Nebenwirkungen.

       

Soll ich mich auffrischen lassen?

Bedenken Sie, dass

  • dieses Coronavirus weiterhin Krankheiten verursacht. In den letzten Jahre gab es immer Erkrankungswellen besonders im Herbst/Winter.
  • durch Mutationen eine hohe Ansteckungsgefahr besteht und sich daher jeder mehrmals anstecken kann. Besonders treten Infektionen auf,  wenn die Impfung oder eine Genesung längere Zeit (über 6 Monate) zurückliegt.
  • COVID-19 immer wieder schwere Verläufe zeigt und Menschen immer noch daran sterben können. 
  • COVID-19 Erkrankte (auch leichte Verläufe) manchmal (einer von 10) unter langfristigen Schäden (Long COVID) leiden, die länger als 2 Monate andauern und beispielsweise neurologische Schäden und Lungenschäden oder Erschöpfungssymptome beinhalten